Mein Name ist Sibylle, Jahrgang 1985, also zur Zeit 40.
Ich bin Selbermacherin, Gärtnerin, Spinnerin, wollverrückt mit eigener Schafherde und kleinem Bauernhof im Oberwallis. Und vor allem auch Mama und Ehepartnerin.

Ich bin in einer Selbermacherfamilie aufgewachsen. Mein Vater war neben seinem Brotjob bei der Swissair Musiker mit Leib und Seele. Jede freie Minute hat er in Cubase Tracks gebastelt. In den frühen 90ern schon. Auf einem Atari. Meine Mutter war beruflich Restauratorin. Wir hatten einen Gemüsegarten und es wurden Vorräte eingemacht. Möbel geschreinert. Gebastelt, genäht…
Von 2000-2005 habe ich das Liceo Artistico besucht.
Danach ging es über verschiedene Etappen, die auch immer die kreative Arbeit irgendwie beeinflussten, weiter.
Von einer Topfpflanzengärtnerei, über Lebensmittelproduktion, Alpe, Obstbau, Seilbahn bis hin zu unserem eigenen kleinen Bauernhof.
Gestalterisch ging es nach der Schule über digital Painting, Buchbinden, Buntpapier, bis langsam zum Entdecken der Welt der Wolle über Mäander immer weiter.
Für unseren Bauernhof haben wir eine separate Homepage unter http://lochstadol.ch
Und mein Mann Thomas hat ebenfalls einen eigenen Platz im Internet wo er über seine Fotografie, Linux und Datenschutz berichtet.
https://thomas-hitz.ch/
Meine Werte
People Care
In der heutigen Zeit ein Blog zu führen ist ein Statement. In einem Internet, das je länger je mehr aus maschinengeschriebenen Texten, hinter Bezahlschranken, oder mit viel Tracking angeboten werden, empfinde ich es als wohltuend, wenn ich einfach Texte von Menschen lesen kann.
Und weil ich das so sehr schätze und die Verbindung, die daraus entstehen kann so kostbar ist, teile ich auch.
Ich teile Anleitungen, erkenntnisse, Texte, Bilder… Es ist mir ganz klar, dass LLM darauf trainiert werden. Und das interessiert mich nicht. Weil ich Nachrichten erhalte, dass jemandem eine Anleitung geholfen hat. Ein Beitrag Resonanz erzeugt hat. Ich empfinde, dass meine kreative Arbeit einen Überschuss erzeugt. Obwohl mir der Aufwand dies zu vermarkten zu gross ist, möchte ich teilen. Alles andere würde sich geizig anfühlen.
Kreativität ist heilsam
Etwas mit Farben machen, stricken, Collagen, Linolschnitt, Karten machen, nähen… Es gibt so viele unterschiedliche Techniken und Medien. Alle haben sie etwas gemeinsam. Sich hinsetzen, sich ganz auf ein Projekt zu konzentrieren, alles um einen herum zu vergessen spült den Kopf durch. Verbindet Kopf und Körper. Dinge einfach so machen können wie es einem gefällt, ohne auf etwas und jemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Am Schluss etwas vor sich haben, das bis vor kurzem nur in einem drin war. Wirksamkeit. In einem sicheren Rahmen Kontrolle abgeben, zusehen wie sich Farben vermischen oder nach viel Frust und Mühen ein tragbares Kleidungsstück genäht zu haben, dem man nicht mehr ansieht, dass es nicht gekauft ist.
Das sind nur einige der Aspekte warum ich kreativität als heilsam empfinde und dieses Gefühl bei anderen anregen möchte.
Inklusivität
Ich mag das schöne und harmonische, bin zur Zeit als Mama, Ehefrau und Bäuerin nicht auswärts erwerbstätig.
Ich koche und backe gern, mache ein, verspinne Wolle…
Und als weisse Frau mir ist wichtig zu sagen:
- Alle Menschen sind wertvoll.
- Niemand hat das Recht, anderen Menschen die Lebensgrundlage zu entziehen.
- Behinderung, Krankheit, Alter dürfen nicht an Teilhabe hindern.
- Software muss für alle bedienbar sein. Und öffentlicher Verkehr zugänglich.
- Geschlecht ist nicht schwarz oder weiss.
- Liebe auch nicht.
- Hautfarben sind schön.
- Das einzige was nicht toleriert werden darf ist Intoleranz.
Meine Materialien
Über die Jahre haben sich einige Themen herauskristallisiert, die mich immer wieder beschäftigen. Diese Liste ist nicht ausschliesslich aber gibt einen guten Überblick über mich und meine kreative Arbeit
Wolle

Vielseitig, natürlich und ein nachwachsender Rohstoff. Ich verarbeite die Wolle unserer eigenen Schafe – Saaser Mutten und Schwarznasenschafe selber. Von der Schur bis zum fertigen Produkt gibt es viele spannende Arbeitsschritte.
Die Wolle wird gewaschen, kardiert, gesponnen oder gefilzt, gefärbt…
Papier und Karton

Ein Buch zu binden ist ein spannender Prozess. Vom losen Papier, Karton und etwas Garn – und am Schluss hat man ein fertiges, solides Produkt. Grusskarten, Popup Karten, saisonale Karten – meist kleinerer Projekte die schnelle Befriedigung schenken. Und denen, die die Karten bekommen haben auch noch Freude daran.
Mixed media und Malerei

Zeichnen, malen, Linolschnitt, Tusche, Kleisterpapier, Acryl, Wasserfarben, digital painting… Oder eine Mischung aus vielen Techniken – auch hier ist der Weg das Ziel. Es ist spannend die Farben zu erfahren und erforschen, zu sehen wie Aquarellfarben ineinander verlaufen. Wie aus einer Idee ein Bild entsteht und aus dem Bild vielleicht wieder ein neues Projekt…