Nicht alle haben ein Riesenbudget für ihre kreativen Abenteuer zur Verfügung und dazu noch einen separaten Raum, der es ermöglicht aus dem vollen zu schöpfen und tolle Dinge zu erschaffen. Einige haben auch andere prioritäten im Umgang mit ihrem Geld, und limitieren deshalb ihr Budget, und viele haben schlicht und einfach nicht das Geld übrig um es im Bastelgeschäft loszuwerden.
Wenn Dein Hirn das jetzt auf „kreativ sein ist den Reichen vorbehalten“ runterbricht, machst Du einen Denkfehler.
Für alle, die gerne selber Socken stricken möchten, aber nicht wissen wie… Ich hab versucht eine Anleitung zu schreiben, die die wichtigsten Schritte erklärt.. Rechte Maschen Linke Maschen etc sollten schon bekannt sein. Socken stricken ist gar nicht so schwer. Viel mehr, als in Runden zu stricken brauchst du dabei gar nicht zu können. Alles andere will ich in dieser Anleitung zeigen.
Damit ich nicht die Kontrolle darüber verliere, was ich mir vorgenommen und erreicht habe, musste ich dieses Buch binden. Eigentlich ist das nur eine Ausrede. Ich wollte testen, wie ein Buch mit regenbogenfarbig bemalten Signaturen aussieht. (mehr …)
Seit langem wieder mal hab ich ein Buch in Arbeit. Eher ein Büchlein, 11*11cm klein ist es nur.
Im Cover sind kleine Taschen für ein Foto oder andere kleine flache Dinge. Die Blumen sind mit Kartoffeln auf Kleisterpapier gestempelt und die aufgeklebten Taschen verstärkt mit rotem Garn.
Irgendwie fehlt es mir noch etwas am Kontrast. Sobald ich eine gute Idee dazu habe, kann es weitergehen.
Das letzte Buch das ich herstellte ist dieses hier. Es ist zwar nun schon fast ein Jahr her, aber bis jetzt hab ich es hier noch nicht vorgestellt.
Ich brauchte ein Skizzenbuch, das etwas aushält, und sich ganz flach öffnen lässt. Die Wahl der Materialien und der Technik war also klar. 3mm Graupappe für die Robustheit und eine koptische Heftung, damit es sich von der vordersten bis zur hintersten Seite ohne grosse Wölbung der Seiten flach öffnen lässt. Ich finde Bücher mit geschlossenem Buchrücken zwar schön, sie fühlen sich auch ein wenig kompakter an, aber zum zeichnen ist die koptische Heftung angenehmer.
Inspiration ist ein grosser Begriff, der immer wieder im Zusammenhang mit Kunst und Gestaltung auftaucht. Inspiration, Spiritus – der Geist, der einer Sache innewohnt, die einer Vision gleich auftaucht. Ein Zauberding, das nur wenigen besonders begnadeten Menschen zuteil wird, der Schlüssel zu kreativem Gelingen?
Zweimal im Jahr müssen Schafe geschoren werden, da ihre Wolle sonst ins Unermessliche wächst. Die meisten Schafhalter werfen die Wolle in den Abfall und bezahlen für die Entsorgung.
Abfall oder Rohstoff?
Es gibt schon Möglichkeiten, die Rohwolle zu verkaufen. Abnehmer sind zum Beispiel Hersteller von Dämmstoffen. Allerdings muss die Wolle dafür sortiert und verlesen werden. Streu und Mist in der Wolle gibt Abzüge beim Preis – die meisten Schäfer können oder wollen diesen Mehraufwand nicht betreiben. Der Wollpreis ist im Keller, das fördert die Motivation auch nicht unbedingt die Mehrarbeit zu leisten und die Wolle dann für ca zwei Franken pro Kilo zu verkaufen.
Der Trend, Wolle in Funktionskleidung zu verwenden, betrifft die Schweizer Schafhalter weniger. Die Hersteller arbeiten mit Merinowolle, die einiges feiner ist, im Vergleich zur Wolle der Rassen Mitteleuropas.
Die Herausforderung
Im Dachstock befinden sich Säcke voller Schurwolle. Zuerst bastelte ich aus Holzleisten und Nägeln kleine Kämme, mit denen ich die Wolle bändigen wollte. Damit kam ich nicht so gut zuerecht. Also bastelte ich so etwas Kardenähnliches. In zwei kleine Brettchen bohrte ich je ungefähr hundert Löcher, in die ich dann aufgedröselte Viehüterlitze fädelte. Eine richtige Schlechtwetterarbeit.
Die Litzendrähte sind zwar etwas weich, aber das ging schon besser.
Selbstgebastelte Karden und Kämme
Als Spindel musste ein Holzschlegel ( Holzschnitzwerkzeug ) herhalten. Das ist natürlich ein eher schweres Werkzeug, mit dem auch eher dicke Fäden herauskamen. Schwangere Regenwürmer, abgerissene Fäden, das ganze Repertoire, das Spinnanfänger so zur Verfügung haben. Verzwirnt hab ich die Wolle nicht, sie ist so schon dick genug…
Ein Schlegel zum Schnitzen als erste Spindel
Das Virus hat mich trotzdem befallen. Ich spann genug Material (Garn ist jetzt nicht ganz der richtige Ausdruck…) um ein Paar ganz schwere Wollsocken stricken zu können. Die Socken sind dank dem dicken Garn und dem ganzen Wollfett so steif, dass sie von alleine stehen können.
Das Resultat nennen wir „Neolith“. Ein wahrhaft mächtiges Paar Socken in Thomas Grösse. Alle
Eine Socke mit der Festigkeit eines Stiefels
rdings sieht es nicht so aus, als möchte er sie wirklich tragen.
Ich gestalte sehr gerne individuelle Karten, zu Geburtstag, Weihnacht und Muttertag. Leider habe ich die wenigsten fotografiert oder dokumentiert, weshalb sie bis jetzt im Blog noch nie auftauchten. Diese Schmetterlingskarten wurden früh genug fertig, ich konnte sie also ausgiebig fotografieren. Das arrangieren der Karten machte grossen Spass, es sind Karten zum in die Hand nehmen und bewegen geworden.
Bei diesem nasskalten Wetter hatte ich Lust auf schöne Farben.
Ich spielte ein wenig mit den Stoffen und meinem Kleisterpapier, gerade meine Musterbüchlein sind da sehr hilfreich. Nach und nach werde ich Teile dieser Stoffe auf Papier auziehen und sie für Buchcovers verwenden. Die meisten dieser Stoffe waren mal Kleidungsstücke, selber getragene, und welche aus dem Brockenhaus. Es ist ein gutes Gefühl, diesen einstigen Lieblingsstücken eine neue Seele einhauchen zu können. Upcycling auf der ganzen Linie also.
Heute konnte ich diesen kleinen Schatz aus meiner improvisierten Buchpresse zaubern. Das Büchlein hat ungefähr Format A6. Die Stickerei auf dem Buchrücken machte ich frei nach Schnauze, ohne Entwürfe oder Vorzeichnungen. Die Blumen sind nicht ganz in Reih und Glied, aber wann sind denn Blumen schon in Reih und Glied? (mehr …)